Förderlehrerin

Förderlehrkräfte unterrichten sowohl in Kooperation mit den Klassenlehrer*innen als auch im selbstständigen und eigenverantwortlichen Einsatz.

Sie arbeiten somit individuell und differenzierend mit den Schüler*innen in allen Leistungsbereichen

  • beim Erlernen der deutschen Sprache
  • beim Erlernen der deutschen Sprache als Zweitsprache
  • beim Erlernen mathematischer Bereiche
  • beim Erleben und Erlernen selbstgesteuerten Lernens
  • bei der Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung in Arbeitsgemeinschaften

Im Mittelpunkt der individuellen Förderung stehen die Kinder, die als Persönlichkeiten wertgeschätzt werden. Entsprechend ihrer Lernausgangslagen werden sie so gefördert, dass sie ihre Begabungen, Fähigkeiten und Kompetenzen bestmöglichst entfalten und somit den bestmöglichen Bildungserfolg erzielen können.

Dazu werden Lernsituationen geschaffen, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen aktiv entwickeln, Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen und ihren Lernfortschritt erkennen und reflektieren können.

Kooperative Sprachförderung

Schüler*innen der ersten Jahrgangsstufe erhalten als außerordentliches Angebot die Möglichkeit, zwei Stunden pro Woche von einer Lehrkraft und einer Sprachheilpädagogin gefördert zu werden. Ein großes Anliegen unserer Schule ist es, Ihr Kind bei einem erfolgreichen Start ins Schulleben zu begleiten. Schulanfänger*innen freuen sich darauf neben Rechnen vor allem Lesen und Schreiben zu lernen. Auf den zuletzt genannten Bereich zielt die „Kooperative Sprachförderung“ ab, im Rahmen derer, Erstklässler*innen beim Erwerb des Schriftspracherwerbs unterstützt und über den Unterricht hinaus zusätzlich gefördert werden. Sprachliche Defizite können sich auch auf die personale und soziale Entwicklung eines Kindes auswirken. Für einen gelingenden Schulstart bieten wir deswegen von Anfang an Hilfen für Kinder an, die im sprachlichen Bereich noch zusätzliche Unterstützung brauchen.

Deutschförderkurs

Schüler*innen der zweiten bzw. dritten Jahrgangsstufe, welche in der ersten Klasse in der Kooperativen Sprachförderung waren und weiterhin Förderung benötigen, werden je nach Bedarf und Absprache zwei Stunden pro Woche gefördert. Dies gilt auch für aus anderen Ländern neu zugezogene Schüler*innen aller Jahrgangsstufen.

Intensive Förderung

Je nach Bedarf werden innerhalb einer Kleingruppe mit wechselnder Besetzung, Schüler gefördert. Die Kleingruppe ist mit Schülern einer Jahrgangsstufe besetzt und erstreckt sich hauptsächlich über die Bereiche Mathematik und Deutsch.

Vorkurs

Kinder, die im Sismik -Test (Beobachtungsbogen für die systematische Begleitung der Sprachentwicklung von Migrantenkindern) im Kindergarten auffällig sind, werden in der Regel drei Mal pro Woche in den Kindergärten gefördert. Dies gilt der gezielten Vorbereitung auf die Schule. Die Absprache erfolgt zu Beginn jedes neuen Schuljahres zwischen Eltern, Kindergarten und Schule.

Förderung in Mathematik – Mathematische Tipps 

Wie rechne ich richtig?! Informationen von Frau Kilders (Dyskalkulie Therapeutin) und Partnerin unserer Schule

Für einen guten Start im Fach Mathematik muss ihr Kind nicht schon vor der Schule zählen und rechnen können. Vielmehr gibt es andere Fähigkeiten, die den Start in diesem Fach erleichtern. Sie erhalten einen kurzen Überblick über diese Fähigkeiten, wie Sie diese spielerisch gemeinsam mit uns fördern können. Die Zusammenarbeit mit Frau Kilders ist seit mehreren Jahren von Erfolg gekrönt, die Kinder von Beginn an und dann fortlaufend an unserer Schule in ihren mathematischen Fertigkeiten und Fähigkeiten zu unterstützen. Dies haben wir uns als besonderes Konzept unserer Schule gesetzt und benötigen dazu Ihre Unterstützung. Vor allem in den ersten Klassen erhalten Sie auf den Elternabenden ausführliche Informationen hierzu. Vorneweg ein Überblick unserer Zusammenarbeit.

Vor allem aber ist es für uns wichtig, Ihnen drei Dinge mit auf den Weg zu geben:

  •  Mit Fingern rechnen ist ausdrücklich erwünscht, mit Fingern zählen nicht.
  • Jedes Kind hat sein eigenes Tempo: der eine macht den Schritt vom Zählen zum Rechnen früher,  der andere später – das ist normal.
  • Rechnen zu lernen ist nicht für alle Erstklässler so einfach, wie sich Eltern das vorstellen. Viele Dinge sind für uns durch jahrelange Erfahrung mit Zahlen selbstverständlich geworden. Für Ihre Kinder in der ersten Klasse ist das Neuland – bleiben Sie geduldig!

Kompetenzen aus dem Kindergarten

Folgende Begriffe sollte ihr Kind aus dem Kindergarten mitbringen:

  • gleich – ungleich
    Oberbegriffe für vorgegebene Mengen finden, Elemente vorgegebenen Mengen zuordnen, Eigenschaften von best. Elementen finden
  • größer-kleiner, mehr-weniger, kürzer-länger
    Gegenstände nach Größe, Länge, Gewicht oder der Anzahl nach ordnen und mit den Begriffen kleiner, länger, mehr, weniger in Verbindung bringen
  • kontextabhängige Mengenbestimmung 
    Mengen in Abhängigkeit einer weiteren Angabe bestimmen → z.B. Ist es viel oder wenig, wenn du 10 Radiergummis in deinem Federmäppchen hast?
  • rechts, links, oben, unten
  • Zahl Null als Menge
  • Umgang mit Mengen (Mengen bilden, Mengen vergleichen ohne Zahlen) bildet die Basis für die Entwicklung des inhaltlichen Gehalts von Zahlen
  • Geeignete Spiele dazu:
    • Bügelperlen
    • Differix (gleich – ungleich)
    • Halli Galli (gleich – ungleich, Mengenerfassung)
    • Speed (Menge bis 5, Farben, Formen)
    • Mensch ärgere dich nicht
    • Aus dem Alltag:
    • Tisch decken
    • Einkaufen
    • Zu Fuß in den Kindergarten/Teilnahme am Straßenverkehr (links – rechts)

Wir rechnen 4+3 und klappen die Finger einer Hand.

Mit Fingern rechnen ist ausdrücklich erwünscht! Im Laufe der ersten Klasse schaffen es die meisten Kinder, statt mit den Fingern zu zählen mit den Fingern zu rechnen. Die einheitlichen Fingerbilder helfen dabei.

  • Bei der Mengenerfassung der Zahlen Fingerbilder nutzen!
    Wie viel ist drei?
  • Unterschiedliche Fingerbilder für die gleiche Zahl sollen erkannt werden, aber: zum Rechnen sind einheitliche Fingerbilder (Kernfingerbilder siehe oben links) sinnvoll.
  • Vorteil der Finger
    • Material ist immer dabei,
    • Kraft der fünf vorgegeben,
    • Ergänzung zur 10 durch Fingerknöchel einfach,

Bessere Kontrollmöglichkeit, ob gezählt oder gerechnet wird (vgl. hierzu auch Kopf und Zahl Seite 2, 24. Ausgabe , Herbst 2015).

Einen großen Baustein bilden Steckwürfel, um das Zahlsystem zu verinnerlichen und die Grundlage für alle weiteren Zahlenräume zu schaffen (Bild folgt).